Web 2.0 auf dem Weg zu Travel 2.0 für die Reisebranche

Hat man gerade verstanden, was es mit GDS, IDS und ADS alles so auf sich hat, wie man Systeme beeinflussen kann um Märkte und Umsätze zu steuern, steht bereits die nächste Herausforderung vor der Tür.

Im Jahr 2007 soll fast ein Drittel aller Reservierungen im so genannten Gastgewerbe über das Internet gemacht werden - 2005 waren es 29 Prozent. Die von Merrill Lynch vorgelegten Zahlen führen zu der Prognose, dass 2010 über 45 Prozent aller Hotel- und Reise-Reservierungen über das Internet erfolgen werden. Noch interessanter ist ein Blick auf die Details. Im nächsten Jahr werden nach Einschätzung der Experten 60 Prozent der Buchungen direkt über hoteleigene Websites erfolgen, bei einigen bekannten Hotelketten liege das Verhältnis direkter versus indirekter Online-Reservierungen sogar schon bei 85 zu 15.
In den USA würden Hotelübernachtungen 2007 als die am schnellsten wachsende Produktgruppe Flugreisen übertrumpfen. Erstmals würden mehr als die Hälfte (54%) aller Reisen online gebucht.

Nun hat die Medienwelt das interaktive Web 2.0 als Travel 2.0 auf den Tourismussektor adaptiert.

Fast alle großen Veranstalter bieten schon interaktive Reiseecken auf ihren Websites, um die Vorteile des interaktiven Dialogs mit ihren Kunden als neues Kundenbindungsinstrument für sich zu nutzen. Expedia, der Marktführer unter den Online-Reisebüros, bietet seinen Kunden bereits die Möglichkeit, Hotels zu bewerten, demnächst kann man in Weblogs auch von eigenen Reiseerlebnissen berichten. Der Billigflieger HLX lässt seine Passagiere schon jetzt zu Wort kommen, während auf der Seite der Canadian Tourism Commission prominente Frauen in Internet-Tagebüchern von ihren Erfahrungen in Kanada berichten. Wikipedia will derweil mit World Wikia und Wikitravel virtuelle Weltreiseführer schaffen.

Mehr zu diesem Thema gibt es im nächsten Electronic Distribution Vertriebsseminar bei Bianca Spalteholz Hotel Business Development, Frankfurt im Juni 2007.
Was sagen nun Hospitality-Experten, wenn es um das Thema Vermarktung und Consumer Generated Media (CGM) (http://www.hospitalibilityebusiness.com), also die Möglichkeiten interaktiven Kundendialog für sich zu nutzen, geht:

Erste Empfehlung:
Nutzen Sie CGM zum Hören. Was sagen die Kunden? Wenn Sie die Websites im Blick behalten, die Bewertungen und Kommentare über Ihr Geschäft veröffentlichen, gewinnen Sie Einblick in Kundenerfahrungen, der wirklich ungefiltert ist.
Zweite Empfehlung: Suchen Sie einen interaktiven Weg zum Kunden. Ein Beispiel? Doch, gibt's: Zum Beispiel wird http://www.thelobby.com/ von Starwood (u.a. Westin, Sheratin, Le Meridien) betrieben, ein Blick lohnt sich. Und schließlich
Empfehlung Nummer drei: Nutzen Sie die verschiedenen Web 2.0 Seiten für Ihre Werbung. Tripadvisor oder HolidayCheck sind vielfrequentierte Angebote.


Quelle:
Hotelmarketing.com, 18.12.06
Electronic Commerce Info Net, ECIN, Forschungsinstitut für Telefommunikation
FAZ, November 2006