Tagespreise zum Trotz
Veranstalter airtours wagte als erster den Sprung ins kalte Wasser mit den Tagespreisen. Sein Katalog enthält jetzt nur noch Preisspannen; Konkretes muss man täglich neu via Internet anfragen. Bei den Airlines sind die Economy-Tarife online abrufbar, die Preise für die Flüge in der Business und First Class bleiben/blieben dagegen stabil. Wie die Fachzeitschrift FVW beobachtete, reicht die Reaktion der Reisebürokunden von unverständlichem Achselzucken bis hin zu Wutausbrüchen. Die TUI-Tochter airtours glaubt jedoch, nur mit Tagespreisen Wettbewerbern wie Expedia Paroli bieten zu können. TUI-Chef Michael Frenzel prophezeit, dass bis 2010 knapp 15% der Reisen im gesamten Tourismusmarkt zu Tagespreisen vom Kunden selbst zusammengestellt werden. Neckermann experimentierte schon letzten Sommer mit dem Spezialkatalog „Preisknüller“, der Tagespreise für die Pauschalreise enthielt. Die Buchungen jedoch verliefen offenbar enttäuschend, viele Kunden wollten das neue „Spiel“ einfach nur austesten. Die Reisebüros bemängeln laut FVW auch die Tatsache, dass die Veranstalter auf ihren eigenen Katalogseiten zur Direktbuchung im Internet auffordern. Fest steht, die Veranstalter werden das Geschäftsmodell der Tagespreise beim Verbraucher bekannt machen, genauso wie heute ohne Probleme Hochsaisonpreise und Last Minute Modelle akzeptiert werden. Hotels, die direkt an den Verbraucher verkaufen, können davon nur lernen und sich langsam auf diese Veränderungen bei der Buchung einstellen. Wie? Mit entsprechenden Preisen, Buchungsbedingungen und der Buchungsmöglichkeit von aktuellen Tagespreisen auf der eigenen Homepage.