Erhöhte Nachfrage steigert Zimmerauslastung und Preise in der deutschen Hotellerie
Der durchschnittliche Zimmerpreis in der Hotellerie steigt nach Angaben des Hotelverband Deutschland (IHA). Im letzten Jahr kletterte er von 81 Euro auf 87 Euro (+7,9 Prozent). Dieser Durchschnittspreis liegt im unteren Mittelfeld der europäischen Preisskala. So betrug 2006 der Berliner Durchschnittspreis 97 Euro oder der Frankfurter Durchschnittspreis 109 Euro. Vergleichswerte: Rom 159 Euro, London 175 Euro, Paris 204 Euro.
Ihre Auslastung 2006 überproportional steigern konnten vor allem die Häuser in Großstädten (+2,7 Prozent), während Betriebe in Kleinstädten nicht ganz mitzogen (+2,0 Prozent). Die Auslastung in Häusern mit drei oder weniger Sternen stieg um 6,4 Prozent.
Beim Zimmerertrag haben Luxushotels, Großstadthäuser und Budgetanbieter mit Zuwächsen von 14,1 Prozent, 11,9 Prozent und 12,2 Prozent die Nase vorn. Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) erhöhte sich um 10,7 Prozent auf den – für deutsche Verhältnisse – neuen Rekordwert von 55 Euro (Vorjahr 50 Euro), der richtige Moment, gezielt und strukturiert die Preispolitik und –Strategie zu verändern . Mit 62,8 Prozent durchschnittlicher Zimmerauslastung liegt die deutsche Hotellerie sechs Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt.
Auch in der durchschnittlichen Zimmerauslastung liegt die Hotellerie mit 62,8% um 6 Prozentpunkte unter dem deutschen Durchschnitt.
Von 69,2% des klassischen Beherbungsgewerbes weisen die Top 200 umsatzstärksten Hotels in Deutschland ein sattes Plus von 9,6% in 2006 aus.
Demnach prognostiziert für 2007 der Hotelverband eine erneute Steigerung der durchschnittlichen Zimmerauslastung um 1,5 Prozent bis 2 Prozent bei moderat anziehenden Zimmerpreisen.
Quelle: Hotelverband Deutschland

