Incoming Tourismus in Deutschland

Die Wünsche und Bedürfnisse der europäischen Touristen zu kennen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen, die im Inland touristische Leistungen anbieten. Von entscheidender Bedeutung ist es jedoch auch, künftige Potentiale und Chancen des Incoming-Tourismus aus anderen Regionen der Welt zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

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In diesem Zusammenhang werden häufig die neuen Mittelschichten in wirtschaftlich prosperierenden Ländern wie China, Rußland und Indien als wichtiges touristisches Potential genannt. Tatsächlich bilden sich in diesen Ländern breite wohlhabende und gebildete Schichten, die somit die finanziellen Möglichkeiten für Auslandsreisen haben. Doch spiegelt sich diese Entwicklung auch im deutschen Incoming-Tourismus wider?
Differenziert betrachtet erweisen sich nur manche Länder als wirklich bedeutsame Potentiale für den deutschen Incoming-Markt. Tatsächlich ist ein Interesse dieser „neuen“ Touristen an Reisen speziell nach Europa vorhanden, die Zahl der Gäste wächst langsam, aber stetig.


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China birgt dabei derzeit die größten Chancen für den deutschen Inlandstourismus. So stieg die Zahl der chinesischen Touristen in Deutschland seit 1995 von 330.000 auf 960.000 im Jahr 2006. Die jährlichen Zuwachsraten schwankten in den vergangenen Jahren stark und lagen zuletzt bei etwa 8%. Für 2015 werden ca. 2,5 Mio. chinesische Touristen prognostiziert, d. h. ein Wachstum von über 150% innerhalb der nächsten 8 Jahre. Aus Asien insgesamt wird bis 2015 mit einem Besucherzuwachs von knapp 40% gerechnet.
Auch für Russen ist Deutschland bereits seit Längerem nicht nur ein interessantes Investitions- sondern auch ein beliebtes Reiseziel. Im Jahr 2006 besuchten insgesamt 960.000 Russen das Land, was einen Zuwachs von 11,7% gegenüber 2005 bedeutet. Sie gehören zudem neben China zu den umsatzstärksten Quellmärkten, d. h. die russischen und chinesischen Gäste geben während ihres Besuchs von allen Touristen am meisten Geld aus, vor allem für Mitbringsel und Luxuswaren.

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Die Entwicklung der Gästezahlen aus Asien und Rußland zeigt, daß sich die Anbieter touristischer Leistungen in Deutschland in Zukunft auf Besucher mit ganz neuen Wünschen und Erwartungen einstellen müssen.

Quelle: Web-Tourismus

Anm.d.Red. von neugierig.info: Ein Hotelier sollte diesen Trend stark im Auge behalten und vor allem, die Situation mit dem eigenen Standort abgleichen. Treffen diese Incoming Zahlen, besonders die entsprechenden Quellländer, auch auf meinen Standort und letztlich auf mein Hotel zu? Wenn ja, sollte ich mein Angebot anpassen und mich servicetechnisch darauf einstellen. Wenn diese Veränderungen vornehmlich an meinem Standort zu beobachten sind, nicht aber auf mein Hotel zutreffen, muss ich den Vertrieb meines Hotels anders steuern und womöglich zusätzliche Vertriebspartner unter Vertrag nehmen, die diese Zielmärkte ansprechen. Die Devise heißt also: Whatch out and be aware!