Break Even Point
Der Break Even Point ist die Gewinnschwelle, das heißt der Punkt an dem sich Umsätze und Kosten eines Hotels entsprechen. Unterhalb des Break Even Points macht das Hotel Verlust, darüber macht es Gewinn.
Berechnung:
Zur Ermittlung des Break Even Points ist es unerlässlich, dass man zwischen variablen und fixen Kosten differenziert. Durch Abzug der variablen Kosten von der Nettozimmerrate erhält man den Deckungsbeitrag pro Roomnight. Bei einer Zimmerrate von 100,00 € und variablen Kosten von 20,00 € beträgt der Deckungsbeitrag also 80,00€.
Nun kann man den Break Event Point mengen- und wertmäßig errechnen. Der mengenmäßige Break Even Point gibt an, ab welcher Absatzmenge, also ab wie viel verkauften Roomnights, die Gewinnschwelle erreicht wird. Er berechnet sich indem man die gesamten Fixkosten von beispielsweise 1.000.000,00 € pro Jahr durch den Deckungsbeitrag pro Roomnight teilt. Basierend auf dem obigen Beispiel muss das Hotel also mindestens 12.500 Roomnigths pro Jahr verkaufen.
Der wertmäßige Break Even Point gibt den Gesamtumsatz an, der zur Erreichung der Gewinnschwelle erlöst werden muss. Dafür muss zuerst noch die Deckungsquote berechnet werden. Sie errechnet sich aus dem Deckungsbeitrag dividiert durch die Nettozimmerrate. Im Beispielfall beträgt die Deckungsquote 0,8. Teilt man nun die gesamten Fixkosten durch die Deckungsquote, so erhält man den wertmäßigen Break Even Point in Höhe von 1.250.000,00 €.
Darüber hinaus kann man den Break Even Point auch als Auslastung der Kapazität in Prozent angeben. Das Beispielhotel muss 12500 Roomnights verkaufen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Multipliziert man diese benötigte Zimmerzahl mit 100 und dividiert das Ergebnis durch die verfügbaren Roomnights, so erhält man die Auslastung, mit der weder ein Gewinn noch ein Verlust realisiert wird. Diese Auslastung beträgt bei dem Beispielhotel 34,25%, wenn man davon ausgeht, dass es 100 Zimmer hat und an 365 Tagen geöffnet ist.
Tipp!
Die Break Even Analyse eignet sich dazu, die Preisgestaltung eines bestehenden Hotels zu beurteilen sowie rechtzeitig zu erkennen, ob sich Absatz, Umsatz und Auslastung positiv entwickeln. Ebenso notwendig ist sie aber bei der Planung eines neuen Projekts, um abschätzen zu können, ob sich dieses aus wirtschaftlicher Sicht lohnt.


