Multichannel-Hopping kommt
Der Kunde von morgen wird von Vertriebskanal zu Vertriebskanal hüpfen. Die Konsequenz daraus: Anbieter müssen in Callcenter und Datensystemen investieren.
Der Kunde ordert demnächst Bücher im Web und tauscht sie im Laden um. Er begutachtet eine Hifi-Anlage, bestellt aber im Internet oder bucht das Hotelzimmer über WAP-Handy. Das bedeutet: Alle Vertriebkanäle müssen untereinander vernetzt werden. “Multichannel heißt das Zauberwort, das den Zugang zum Portemonnaie einer hybriden Kundschaft sichern soll,” schreibt das start Magazin zutreffend. Dem Marktforschungsinstitut Jupiter Research zufolge erweist sich das Internet derzeit als attraktivster Absatzkanal; online verkaufte Reisen machen derzeit etwa 26% vom Umsatz aus. Die Buchungen über Handy blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück. Große Hoffnungen weckt das Reise-TV: Bis 2007 sollen sich die Reiseverkäufe über den Fernseher verzehnfacht haben. Anbieter müssen also künftig klar überlegen, welche Produkte sie über welchen Kanal vertreiben möchten. Komplexe Reiseprodukte beispielsweise sind nur schwer in Sekunden-/Minutenschnelle über TV zu vermitteln. Das meiste Vertrauen fassen Kunden zu Anbietern, bei denen man online buchen, die Ware/Produkte aber auch stationär - also bei Filialen vor Ort - abholen kann.