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Glossar

 
 

Deckungsbeitrag Hotel

Im Verkauf von Zimmerpreisen sollten Sie den Deckungsbeitrag pro verkauftem Zimmerpreis kennen. Dieser Deckungsbeitrag wird allgemein ermittelt, indem Sie vom (Netto-)Durchschnittspreis die variablen Kosten pro Zimmer abziehen.

 

Beispiel Berechnung Deckungsbeitrag pro verkauftem Zimmer:

Netto-Durchschnittspreis                                  119,38 €

abzüglich variable Kosten pro Zimmer               24,17 €

= Deckungsbeitrag pro verkauftem Zimmer       95,21 €

 

Bei der Errechnung des Deckungsbeitrags pro Zimmer wird also jeder verkaufte Preis zu einem Umsatz- und Ertragsbringer. Jeder verkaufte Preis enthält die Deckung der variablen Nutzungskosten, die dann entstehen, wenn das Zimmer vermietet wird. Der Deckungsbeitrag enthält also erstens den Anteil der fixen Kosten, die beim Betrieb einer Hotelimmobilie fix und das ganze Jahr anfallen, auch wenn keine Gäste im Haus wohnen (Deckungsbeitrag = Anteil zur Deckung der Fixkosten). Zweitens enthält er die Gewinne pro verkauftem Zimmer, sobald der Fixkostenanteil im verkauften Zimmer erreicht ist. 

 

Unser obiges Beispiel ergänzen wir nun durch die angenommenen fixen Kosten pro Zimmer: 70,00 €

Deckungsbeitrag pro verkauftem Zimmer           95,21 €

abzüglich Fixkosten pro verkauftem Zimmer      70,00 € 

= Netto-Gewinn pro Zimmer                                25,21 €

 

Die Bedeutung des Deckungsbeitrags im Online Vertrieb im Zusammenhang mit Provisionen. 

 

Wollen Sie den Deckungsbeitrag bezogen auf den verkauften Zimmerpreis berechnen und daraus ableiten welcher Vertriebspreis Ihnen eine bessere Fixkostendeckung und mehr Gewinn pro verkauftem Zimmer bringt, ist eine Veränderung der Parameter hilfreich. Provisionen z.B. werden klassich den variablen Kosten eines Hotels zugeordnet, da sie ja nur entstehen, wenn eine Hotelübernachtung angefallen ist. Heutzutage und vor allem im Hinblick auf steigende Vertriebskosten rät man häufig dazu, sämtliche Provisionen oder einen größeren Anteil davon in die fixen Kosten zu inkludieren (z.B. in den Vertriebs- und Marketingkosten). Denn genau gesehen, haben sich die fixen Kosten wie Katalogeinträge, Werbekostenzuschüsse bei Reiseveranstaltern, etc. verlagert auf Provisionen. Sehen Sie dazu eine Beispielrechnung im Glossarbeitrag zur Kennzahl "Provisionen pro verkauftem Zimmer"

 

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